Das Mirasol Projekt


Fair Trade zur Selbsthilfe

Das Mirasol Projekt basiert auf dem Fair Trade Gedanken zur Selbsthilfe. Ein Teilbetrag jedes Kaufs von Mirasol Garnen wird direkt für die Finanzierung eines Schulinternates in der peruanischen Region Puno verwendet. Durch den Kauf von Mirasol Garnen werden die Kinder peruanischer Hirten unterstützt in ihrer Ausbildung, ein wundervolles Projekt mit wundervollen Garnen wie wir finden. Im folgenden Video mehr dazu:
Das Mirasol-Projekt wurde im Jahr 2006 gegründet und nach einem kleinen Mädchen namens Mirasol benannt, das ihrer Familie half, eine Herde von Alpakas auf der Mallkini-Ranch zu hüten, hoch in den Sierras der peruanischen Anden in der Nähe des Titicaca-Sees. Mirasol gehört zu den Quechua-sprechenden Völkern der Anden, die besonders benachteiligt sind. Nur wenige Angehörige dieser Völker können lesen oder schreiben, um ihre Gesundheit ist es oft schlecht bestellt und es scheint keinen Ausweg aus der unerbittlichen Armut zu geben, in der sie leben. Eine Situation, aus der es bisher kein Entkommen gab.
Dem Unternehmen, das die Mallkini-Ranch betreibt, Michell und Co., lagen die Interessen ihrer Mitarbeiter schon immer am Herzen, es wollte aber noch einen Schritt weitergehen, um deren Zukunft besser zu sichern. Das Projekt zielt darauf ab, genügend Geld aus dem Verkauf von Alpaka-Wolle und Baumwollgarnen zu erwirtschaften, um den Bau des Schulgebäudes und den täglichen Betrieb des Internats zu finanzieren, um auf diese Weise die Ausbildung der Kinder der Alpaka-Hirtenfamilien zu verbessern. Das Zentrum betreibt ein integriertes Gesundheits- und Bildungs programm und bietet einen sicheren Platz, an dem die Kinder ihre Potentiale entfalten können. 
Die Betreiber hoffen, dass das Mallkini-Zentrum auch als Modell für die Schaffung weiterer solcher Zentren entlang der Sierras dienen kann, um so eine noch größere Anzahl von benachteiligten Kindern zu erreichen. Bisher ist alles - mit ein paar kleineren Rückschlägen - nach Plan gelaufen. Es wurden Klassenzimmer und Schlafräume für Mädchen und Jungen gebaut, ebenso Unterbringungsmög - lichkeiten für die Lehrkräfte und den Koch - der gleichzeitig auch den Musiklehrer gibt! Auch warme Fleece-Schuluniformen und Schlafanzüge konnten bereitgestellt werden. Es wurde für eine saubere Wasserversorgung gesorgt, die Küche ausgestattet, Wäsche für Betten gekauft und es konnten Schulbücher und Schreibutensilien angeschafft werden. 
Im Innenhof des Zentrums befindet sich ein Mosaik, das das Mirasol-Logo zeigt, um daran zu erinnern, wie alles zustande kam. Die offizielle Eröffnung des Zentrums fand im März 2008 statt, im Rahmen eines großen Fests unter Anwesenheit der Eltern und Kinder sowie lokaler Würdenträger. In den Kindern wächst seitdem das Selbstvertrauen, und sie repräsentieren das Mirasol-Zentrum mit Stolz. Im Mai nahmen sie an einem großen Parade-Wettbewerb anlässlich der dortigen jährlichen Feierlichkeiten in der nahegelegenen Stadt Muñani teil, in ihren hellgrauen Uniformen, mit aufgesticktem Mirasol-Logo, einer großen peruanischen Fahne und dem Banner des Internats. Bei diesem Wettbewerb belegten die Schüler den ersten Platz und gewannen verschiedene pädagogische Spielwaren. Vor kurzem feierten die Kinder an der Schule Muttertag - mit Hilfe von Bernardo, dem Koch. Sie probten einige Songs, die sie auf Quenas spielten, traditionellen Anden-Flöten. 
Zu den Hauptzielen der Schule gehört es, den Kindern einerseits ein Bewusstsein für andere Kulturen zu vermitteln, vor allem aber die eigene Sprache, Kultur und Tradition zu pflegen und dabei die Schüler und deren Eltern einzubinden. Bisher sind rund dreißig Strickhefte und viele Einzelblattanleitungen mit Strickmodellen erschienen, um den Verkauf der Garne zu unterstützen: Es macht sowieso Freude, die hochwertigen Mirasol-Garne zu schönen Projekten zu verstricken, aber zu wissen, dass man damit einen wirklich guten Zweck unterstützt, macht das eigene Vergnügen umso erfüllender. Das Mirasol-Projekt basiert auf dem Fairtrade-Gedanken, einem wichtigen Faktor zur Selbsthilfe in der modernen Welt. Dadurch wird garantiert, dass Produzenten in den Entwicklungsländern einen fairen Preis für ihre Produkte erhalten, sodass Geld in Projekte wie das Mirasol-Internat investiert werden kann: Projekte, die einen echten Mehrwert und neue Hoffnung für benachteiligte Menschen bringen - und ein Lächeln auf die Gesichter der Kinder zaubern. Raul Rivera, Mitarbeiter der Mallkini-Ranch, fügt hinzu: “Es hat nur fünf Jahre gedauert, um einen Traum zu realisieren, an dessen Erfüllung wir kaum zu glauben gewagt hatten. Aber immer und immer wieder haben wir gesehen, dass auch scheinbar unerfüllbare Träume wahr werden können. Wenn man etwas unbedingt erreichen will, kann man tatsächlich Berge versetzen. Michele Matheson