Maschen gleichmäßig verteilen: Zu- und Abnahmen-Rechner
Du sollst Maschen gleichmäßig verteilen und möchtest wissen, wo die Änderungen sitzen? Dieser Rechner schreibt dir eine ganze Reihe oder Runde aus. Er verteilt einzelne Zunahmen aus dem Querfaden oder einfache Abnahmen durch Zusammenstricken von zwei Maschen.
So wird die Verteilung berechnet
Die Differenz zwischen Ausgang und Ziel ist die Anzahl der Änderungen. Geschützte Randmaschen werden vorher abgezogen. In einer Reihe liegen die Zunahmen in den inneren Zwischenräumen. In einer Runde zählt auch der Zwischenraum am Rundenwechsel.
Bei Zunahmen in Reihen wird die nutzbare Maschenzahl durch die Anzahl der Zunahmen plus 1 geteilt. Die Zunahmepositionen entstehen aus den gerundeten Vielfachen dieses Abstands. Dadurch bleiben auch vor der ersten und nach der letzten Zunahme Maschen übrig. In Runden werden die Zunahmen rundherum verteilt.
Bei Abnahmen braucht jede Änderung zwei vorhandene Maschen und ergibt daraus eine. Zuerst rechnen wir: einzeln zu strickende Maschen = nutzbare Maschen minus 2 × Abnahmen. Diese einzelnen Maschen werden möglichst gleichmäßig vor, zwischen und nach die Abnahmen gelegt. In Runden werden sie auf die Abnahmegruppen verteilt. Die Gruppengrößen unterscheiden sich höchstens um eine Masche.
Beispiel: von 88 auf 100 Maschen in einer Runde
100 minus 88 ergibt 12 Zunahmen. Ohne Randmaschen strickst du nacheinander 4, 7, 7, 8, 7, 7, 8, 7, 7, 8, 7 und 7 Maschen. Nach jeder dieser Gruppen nimmst du 1 Masche aus dem Querfaden zu. Zum Schluss strickst du die verbleibenden 4 Maschen. Die erste und letzte Vierergruppe treffen am Rundenwechsel zusammen. So werden die Abstände rundherum 7 oder 8 Maschen lang.
Kontrolle: 88 vorhandene Maschen werden gestrickt, dazu kommen 12 neue. Danach hast du 100 Maschen.
Beispiel: von 120 auf 96 Maschen in einer Runde
120 minus 96 ergibt 24 Abnahmen. Jede Abnahme verbraucht 2 Maschen. Es bleiben 120 minus 48 = 72 einzeln zu strickende Maschen. 72 geteilt durch 24 ergibt 3. Stricke deshalb 24-mal: 3 Maschen stricken, dann 2 Maschen zusammenstricken. Jede Gruppe verbraucht 5 und ergibt 4 Maschen. 24 × 4 = 96.
Wie du die Schritte strickst
„Maschen stricken“ bedeutet: im vorgesehenen Grundmuster arbeiten. Für eine Zunahme strickst du eine neue Masche aus dem Querfaden zwischen zwei vorhandenen Maschen verschränkt heraus. Für eine Abnahme strickst du zwei vorhandene Maschen zusammen. Die Anleitung bestimmt, ob rechts oder links und mit welcher Neigung. Geschützte Randmaschen und Blenden strickst du wie vorgesehen.
Wenn ein Zopf, Lochmuster oder fester Musterrapport im Weg liegt, prüfe die Stellen am Muster. Der Rechner verteilt Änderungen in einer einzigen Reihe oder Runde; eine Ärmelschräge über viele Reihen planst du im Raglan-Rechner.
Weiterlesen und planen
Die Beispiele oben zeigen dir die Verteilung und die Kontrolle am Reihenende. Wenn du deine Zielzahl erst aus einem Maß berechnen möchtest, hilft der Maschenprobe-Rechner.
